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DSV-Gruppe
Vertrag mit Stollarz vorzeitig verlängert
Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) haben den Vertrag von Michael Stollarz (55) als Vorsitzendem der Geschäftsführung vorzeitig um weitere fünf Jahre bis Ende 2027 verlängert.

Die Entscheidung unterstreiche Stollarz’ erfolgreiches Wirken an der Spitze der DSV-Gruppe, erklärt das Unternehmen. Aktuell stellt sich die DSV-Gruppe unter der Leitung von Stollarz strategisch neu für die Marktherausforderungen der Zukunft auf. Der Umbau des Konzerns soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Gerhard Grandke, Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen (SGVHT) und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Deutschen Sparkassenverlags (DSV), sagte: „Michael Stollarz hat die DSV-Gruppe seit seinem Start zu Jahresbeginn 2018 entscheidend weiterentwickelt.“ Sie schaffe immer wieder neue Mehrwerte für die Sparkassen und unterstützt die Institute nachhaltig bei ihren aktuellen Herausforderungen. „Mit Michael Stollarz an der Spitze weiß ich die DSV-Gruppe auch künftig mutig und verlässlich an der Seite der Sparkassen“, so Grandke weiter. „Ich freue mich, dass ich in dieser wichtigen Personalie in der DSV-Gruppe zum Ende meiner beruflichen Laufbahn für Kontinuität sorgen kann.“

Gerhard Grandke legt sein Amt im Rahmen des Eintritts in den Ruhestand zum 31. Dezember 2021 nieder. Sein Nachfolger als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Deutschen Sparkassenverlags wird zum 1. Januar 2022 Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.

Der gelernte Bankkaufmann und promovierte Jurist Stollarz kam nach Stationen beim „Handelsblatt“ und Burda International 2018 zur DSV-Gruppe und ist seitdem Vorsitzender der Geschäftsführung.

Zu den wesentlichen Projekterfolgen in Stollarz’ bisheriger Amtszeit zählt die Entwicklung der App „Mobiles Bezahlen“ im Kompetenzcenter Payment, die 2019 den Einstieg der Sparkassen und ihrer Kunden in die Welt des Smartphone-Bezahlens markiert. Die Bereitstellung des Bezahlservices Apple Pay für die Sparkassen – eine der erfolgreichsten Produkteinführungen der vergangenen Jahre – bestätigt die führende Position der Sparkassen-Finanzgruppe als Anbieter von digitalen Payment- und Banking-Angeboten. Auch die Gründung des Joint Ventures Payone, dem Marktführer im Acquiring in Deutschland und Österreich, zusammen mit der französischen Worldline Group zahle darauf ein.

Durch intensive Mitarbeit der DSV-Gruppe im Projekt „#DK“ der Deutschen Kreditwirtschaft konnten die Zahlverfahren Paydirekt, Giropay und Kwitt unter der Marke giropay zusammengeführt werden; im nächsten Schritt ist die Integration der Girocard geplant.

In den vergangenen beiden Jahren entwickelte der DSV die Zentrale Immobilienmarkt-Datenbank (ZIMDB), mit der Sparkassen mit geringem Aufwand aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen, Risiken im Immobiliengeschäft senken und ihre Vertriebs- und Kreditprozesse verschlanken können.

Als umfassendem Dienstleister für die Sparkassen, Verbände und Verbundunternehmen ist es Stollarz’ Anliegen, Kompetenzen und Wissen für die Sparkassen-Finanzgruppe zentral in der DSV-Gruppe zu bündeln. So hat er 2019 die verschiedenen Mehrwertdienstleister Mehrwert Servicegesellschaft, S Direkt-Marketing und S-IMK unter unternehmerischer Führung der DSV-Gruppe zur neuen S-Markt & Mehrwert zusammengeführt.

Neue Struktur soll Spielräume schaffen

Die Einführung einer modernen Konzernorganisation und ein optimiertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio sollen ab 2022 die Basis für den weiteren Erfolg der DSV-Gruppe in einem dynamischen Marktumfeld bilden. In der Konzernmutter DSV werden Strategie, Administration und Vertrieb der DSV-Gruppe gebündelt. Die bisherigen drei operativen Geschäftsbereiche des DSV – Payment, Geschäftsbetrieb sowie Fach- und Bildungsmedien – werden mit den jeweils zugehörigen Tochtergesellschaften zu drei Kompetenzcentern umgewandelt. Diese treten künftig unter ihren jeweiligen Kompetenzmarken S-Communication Services, S-Management Services und S-Payment auf. Das stark wachsende Geschäftssegment mit Leistungen für öffentliche Auftraggeber bildet die neue, vierte Kompetenzmarke S-Public Services. Durch die künftige Holding-Struktur kann die DSV-Gruppe Strukturkosten deutlich reduzieren und dadurch Spielraum schaffen für kostengünstige Lösungen.

15. März 2022